Unbefriedigend – 11FREUNDE

Die äußeren Bedin­gungen waren denkbar unge­müt­lich. Satter Regen peitschte von Westen über den Schen­cken­dorf­platz auf dem Ber­liner Olym­pia­ge­lände. Und trotzdem herrschte ver­gleichs­weise reger Betrieb, als die Fuß­baller von Hertha BSC am Diens­tag­nach­mittag ihre erste Trai­nings­ein­heit der Woche absol­vierten. Deut­lich mehr Publikum als sonst hatte sich ein­ge­funden, viel­leicht weil sich inzwi­schen her­um­ge­spro­chen hat, dass bei Hertha immer was los ist.

Am Dienstag galt das nur bedingt. Weder auf dem Platz noch hinter den Kulissen ging es beson­ders spek­ta­kulär zu. Die frisch ins Amt geho­bene sport­liche Lei­tung des Ber­liner Bun­des­li­gisten bemühte sich weit­ge­hend ver­geb­lich um die Opti­mie­rung des vor­han­denen Kaders. Das Ergebnis ihrer Bemü­hungen fiel dürftig aus – vor allem gemessen an den Erwar­tungen, die zum Teil vom Verein selbst und zum Teil durch die rund um den soge­nannten Dead­line Day mal wieder aus­ufernde Bericht­erstat­tung geweckt worden waren.

Etliche Namen waren in den ver­gan­genen Tagen durchs mediale Dorf gejagt worden: von Maxi­mi­lian Philipp bis Marvin Fried­rich, von Jannik Ves­ter­gaard bis Fabian Reese, von Kerem Demirbay bis Gaut­hier Hein.

Am Ende blieb es bei einem Neuen, und der ist mit Tolga Cigerci auch noch ein alter Bekannter. Schon zwei Stunden vor Trans­fer­schluss, als in den sozialen Medien noch eifrig über wei­tere Namen spe­ku­liert wurde, ant­wor­tete Trainer Sandro Schwarz auf die Frage, ob es sonst noch Trans­fers gebe, denkbar knapp: ​Nein.“

Tolga Cigerci kehrt nach etwas mehr als sechs Jahren in der Türkei zu den Ber­li­nern zurück, für die er zwi­schen 2013 und 2016 bereits 41 Pflicht­spiele (ein Tor) bestritten hat. ​Mir bedeutet der Verein sehr viel. Ich freue mich, wieder hier zu sein“, wurde der 30 Jahre alte Mit­tel­feld­spieler in einer Mit­tei­lung von Hertha BSC zitiert.

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