Was ist neu?
Australien und Neuseeland sind in diesem Jahr die Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Nach Asien, Europa und Nordamerika darf sich also der nächste Kontinent über die Austragung dieses Ereignisses freuen. Südamerika und Afrika warten seit Beginn der WM-Geschichte der Frauen 1991 noch auf diese Möglichkeit.
Alles im Fußball soll bekanntlich spannender, vermarktbarer und größer werden. Natürlich betrifft das auch die Weltmeisterschaft der Frauen. Im Vergleich zum Turnier 2019 treten in Australien und Neuseeland acht Teams mehr an. Neben vielen üblichen Teilnehmern gibt es acht Debütanten. Die Philippinen, Haiti, Vietnam, Panama, Sambia, Marokko, Irland und Portugal geben sich zum ersten Mal die Ehre.
Die Weltmeisterschaft wird in jenem System ausgetragen, das wir auch von den Männern kennen. Die 32 Mannschaften verteilen sich auf acht Gruppen mit je vier Teams. Die beiden besten Mannschaften pro Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale.
Wie lauten die wichtigsten WM-Fakten?
Nach acht Weltmeisterschaften sind die USA Rekordtitelträger. Viermal konnten sie das Turnier bereits für sich entscheiden. Deutschland war zweimal erfolgreich, Norwegen und Japan je einmal.
Die US-Amerikanerinnen feiern ihren WM-Titel 2019.
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Die meisten WM-Einsätze hat die US-Amerikanerin Kristin Lilly, die 30 Mal für ihr Land auflief und an allen Weltmeisterschaften von 1991 bis 2007 teilnahm. Deutschlands Birgit Prinz hat es in ihrer Karriere auf 24 Einsätze gebracht.
Rekordtrainer ist der Norweger Even Pellerud. Der betreute die Frauen von Norwegen und Kanada bei fünf Turnieren über 25 Spiele und ist der erste Trainer, der mit zwei verschiedenen Ländern jeweils das Halbfinale erreichte. Norwegen führte er 1995 sogar zum Titel.
Der Frauenfußball kommt erst jetzt so richtig in Fahrt? Von wegen! Bereits 1999 schauten in den USA in Pasadena das Finale zwischen Gastgeber USA und China über 90.000 Menschen im Stadion. Nie besuchten mehr Leute ein WM-Spiel der Frauen.
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Das torreichste Spiel der WM-Geschichte ereignete sich bei der WM 2019 in Frankreich. Die USA besiegte in der Vorrunde Thailand mit 13:0. 2007 besiegte Deutschland Argentinien ebenfalls in der Vorrunde 11:0.
Auch im Frauenfußball wurde eine Zeit lang mit der Golden-Goal-Regel gespielt. Bei der WM 2003 schoss Nia Künzer in der 98. Minute im WM-Finale das 2:1 und damit Deutschland gegen Schweden zum Titel.
Was sind die Funfacts zur WM 2023?
Die Schweiz wird seit diesem Jahr von niemand geringerem als Deutschlands zweimaliger Europameisterin Inka Grings trainiert. Der ehemaligen Stürmerin, die 2019 das Kunststück schaffte im Aktuellen Sportstudio als erste Frau fünf Treffer auf der legendären Torwand zu erzielen. Sie trainiert zudem einen der größten Social-Media-Stars des Turniers: Alisha Lehmann hat 13,2 Millionen Follower auf Instagram.
Klein vs. Groß: Die kleinste Spielerin, die an der WM teilnehmen wird, ist Tanita Joseph. Die für Haiti spielende Innenverteidigerin misst 1,45 m. Frankreichs Wendie Renard ist mit 1,87 m die größte Spielerin des Turniers.
Ob Englands Trainerin Sarina Wiegman, Brasiliens Trainerin Pia Sundhage oder Reynald Pedros von Marokko, alle konnten bereits große Titel feiern. Mit der bekannteste Trainer kommt eigentlich aus dem Männerfußball: Die Niederländerinnen werden trainiert von Ex-Bayern-Coach Andries Jonker.