Ha Ho Hä? – 11FREUNDE

Dieser Text erschien erst­mals am 1. Sep­tember 2021.

Lars Wind­horst ist 44 Jahre alt, kürz­lich ins Visier der deut­schen Ban­ken­auf­sicht Bafin geraten und hat keine Ahnung von Fuß­ball. Letz­teres ist keine bös­wil­lige Unter­stel­lung, seine Ahnungs­lo­sig­keit in Bezug auf den Sport hat er selbst immer wieder öffent­lich betont. Fast fol­ge­richtig also, mögen Spötter nun spotten, dass Wind­horst sich im Jahr 2019 aus­ge­rechnet die kri­sen­an­fäl­lige und chro­nisch ent­täu­schende Hertha für ein Mil­lionen-Invest­ment aus­ge­sucht hat. Ande­rer­seits ist es ja so: Wenn sich Wind­horst mit etwas aus­kennt, dann mit großem Busi­ness und nackten Zahlen. Schon als 15-Jäh­riger ver­tickte er erfolg­reich selbst zusam­men­ge­bas­telte Com­puter, wenig später beriet er den dama­ligen Kanzler Helmut Kohl in wirt­schaft­li­chen Belangen, als Wind­horst nach Hong­kong zog, um dort mit Mil­lionen-Beträgen zu jon­glieren, war er noch keine 20. Wenn er sich also einen Verein zum Inves­tieren raus­sucht, könnten Opti­misten den Spöt­tern ent­gegnen, dann wird er schon wissen, warum.

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